Geduld

Oh wow, die Geduld. Für mich ist dieser Begriff jahrelang, in manchen Situationen heute auch noch, ein Fremdwort. Mein Wutpegel steigt bereits bei Kleinigkeiten und über lange Warteschlangen will ich gar nicht erst sprechen (^^). Ich denke, dass ist auch einer der Gründe, wieso ich bestimmte Dinge kontrollieren möchte. Ich bin einfach nicht geduldig genug, um mir diese Dinge mal aus einer anderen Perspektive anzuschauen oder Neues zuzulassen.

Doch die Bibel erklärt uns warum die Geduld ein kluger Schachzug ist:

Geduld aber vertieft und festigt unseren Glauben, und das wiederum stärkt unsere Hoffnung.“ – Römer 5:4

Es vertieft und festigt nicht nur unseren Glauben zu dem Herrn, sondern auch den Glauben daran, dass wir stark genug sind, um zu warten. Wir sind stark genug, um mit Freunden geduldig zu sein, die deine Wut eigentlich zum Höhepunkt bringen. Stark genug, um diese schreckliche, unerträgliche Phase mit der Zeit zu überstehen. Dennoch entsteht eine Art Aufruhr in unseren Gedanken, weil wir wissen, dass wir warten müssen. Und ja ich weiß, diese Zeit des Wartens kann sehr lästig werden. Doch ich bin mir sicher, dass Gott genau diese Zeit, in der wir die Geduld im Fokus setzen, nutzt. Er nutzt sie, um uns auf gewisse Herausforderungen oder unerwartete Situation vorzubereiten. Er verspricht uns nämlich, dass nachdem wir artig gewartet haben, etwas viel Besseres kommen wird. Nun gut, hört sich doch ziemlich gut an oder? Dies in der Praxis anzuwenden, ist dann doch nicht so einfach. Aber glaub mir, das ist völlig in Ordnung. Es fängt nämlich damit an, dass du diese Ungeduld in dir erkennst und versuchst geduldiger zu sein.

Ich habe gelernt zunächst einmal bei mir anzufangen. Mit mir selbst geduldiger zu sein. Und ich weiß, dass es in einer Zeit wie dieser, in der es hauptsächlich um Leistungen erbringen, unbedingt präsent sein, geht, schwieriger ist. Aber ich sage mir immer: „Lieber alles in Gottes Zeit, als in meiner.“ Denn Gott wird mich mit den besten Skills, die es gibt ausrüsten, um die Welt mit einer Glanzleistung zu verändern. Aber dafür braucht er meine Einwilligung: mit ihm zusammen, als meinen Teamplayer, die Welt zu verändern. Ich weiß, wir alle wollen unseren inneren „Bawse“ gerne rausholen. Doch das braucht Geduld und Zeit. Höre zunächst auf dein Herz, und mache dann den nächsten Schritt.

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Kontrolle

Tausend Dinge noch zu erledigen. Auf ewigen To do Listen schwebe ich, gebe ich meine gesamte Kraft. Mit der Hoffnung, dass meine Leistung alles richtigmacht. Alles richtigmachen muss, denn einen Verlust, kann ich nicht vertragen – können meine Gedanken nicht mehr tragen – es muss einfach alles richtig laufen. Nebenbei sollte auch der ganze Uni-Haufen nicht vergessen werden, Beziehungen pflegen – irgendwo auch Freizeit leben und vorankommen – ankommen, ich denke es klappt. Es funktioniert, ich habe alles in der Hand – so wie es mir gefällt. Und dann merke ich, wie alles wieder den Bach herunterfällt. Mich kein Lächeln mehr festhält, sondern eher die Trauer quält. Warum gelingt es mir denn nicht, warum immer ich? (Typischer Satz von mir ^^) Doch so lustig ist das ganz und gar nicht.

Einen „Kontroll-Wahn“ zu haben, sich ständig über das Versagen zu beklagen und das Kleid von der Marke „Perfektionisté“ am liebsten nicht mehr ausziehen. Kontrollieren wollen, haben wollen und am Ende mit fast leeren Händen den ganzen Weg zurückgehen. Ich möchte damit keinen Menschen angreifen, welcher auch Team #Perfektionist ist wie ich, denn immerhin haben wir doch den Überblick. Können ganz geschickt planen und unsere liebsten vor falschen Schritten warnen. Doch alles im Leben kontrollieren können wir nicht. Egal wie sehr wir dagegen hämmern, es wird manchmal nicht viel ändern. Ich habe mich oft gefragt, warum die Dinge, die ich kontrolliere sich nicht zum Besseren ändern, sondern ständig hin und her schlendern – keinen richtigen Standpunkt – Schwankungen und irgendwie doch nicht mehr so wie ich es mir vorgestellt habe. Mir ist klargeworden, dass ich am falschen Band ziehe und das ist denke ich auch der Grund, warum ich keine Klarheit kriege. Auch die Antwort auf die immer stehenbleibende Situation oder dieselben Verhaltensmuster eines Menschen – es kann auf vieles im Leben übertragen werden. Durch diese vielen lauten Stimmen habe ich die aller wichtigste Stimme vollkommen vernachlässigt, allein gelassen und wenig Beachtung geschenkt. Sie in die Ecke gedrängt, ihr einfach zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt: mich Selbst!

Ich kann womöglich keine Menschen kontrollieren, aber ich kann die Art und Weise, wie ich ihnen gegenüber reagiere, kontrollieren. Auch eine bestimmte Situation lässt sich nicht ändern, wiederum habe ich die Möglichkeit das nächste Mal mich besser auf diese Situation vorzubereiten! Nicht kontrollieren zu können ist kein Zeichen von Schwachheit, ganz im Gegenteil, es ist ein Hinweis auf den bestmöglichen Preis: du selbst. Denn es erzählt dir, dass genau hier eine neue Denkweise hereinmuss. Neu handeln, neu denken. Glaub mir damit wirst du nicht deine Zeit verschwenden! Ich möchte mit dem arbeiten, was ich auch verändern kann! Meinen Fokus auf ein wichtiges Ziel setzen: ICH!

Enttäuschungen

Es ist kalt. Meine Füße frieren, trotz doppelter Socken. Meine Hände sind eisig kalt und auch mein Gesicht verzieht sich in einer schwachen aussehenden Mimik – verblieben wir denn nicht voller Zuversicht und Freude, frage ich mich innerlich. Doch die Kälte spricht, sie nimmt Raum ein und hinterlässt mich vollkommen allein. Getrennt von meinem inneren Halt, zu zweit Hand in Hand mit meiner Seele. Nun quäle ich mich durch diese Kälte mit Hoffnung auf einen Ausweg. Aber es ist diese Kälte, welche mir leise zuflüstert: „Es ist zu spät.“ Ist es das denn wirklich? Ich weiß einfach nur nicht wem ich noch vertrauen kann, du musst verstehen, ich bin enttäuscht. Völlig ausgelaugt, ich glaub es kaum. Wie kann es sein, dass ich mich nun in diesem kalten Ort befinde, mich bewusst an keinen binden möchte, ja ich möchte nicht enttäuscht werden. Weil ich enttäuscht bin, platt getreten – keine Hoffnung vertreten, beten tue ich. Zeige Gott mein wahres Ich, schütte ihm mein Herz aus, meine Wut und Trauer. Und die Kälte? Sie ist immer noch präsent, denn sie kennt meine Situation in- und auswendig. Sie umgibt mich, umschlingt mein gesamtes Wesen – möchte ich mir das denn weiterhin geben?

Ich denke Enttäuschungen gehören zum Leben und sie werden leider immer da sein, auch wahr sein und dein Herz in Gewahrsam nehmen. Sie lassen dich die Kälte bis zum Maximum spüren bis sie dich erfrieren. Verlieren kannst du dabei nur, wenn du zulässt, dass diese Kälte zu viel Raum in dir einnimmt und somit gewinnt. Doch wie wärme ich mich auf, wie verhindere ich mehr Kälte aufzunehmen? Vergeben. Ich vergebe mir selbst dafür, die Kälte eingeladen zu haben. Jegliche Tee’s zum Aufwärmen vermieden zu haben, geschwiegen zu haben über meine Unsicherheit und Unfähigkeit in diesen Momenten meine Erwartungen nicht runter zu schrauben. Vergeben. Anderen Menschen einfach auch meine Hand zu reichen. Auch, wenn sie sich als Feind entlarvten. Mir aber dennoch guttaten, indem sie mir die Augen öffneten und meinen Verstand erweiterten. Neue Möglichkeiten begleiten mich nun. Ich möchte nicht mehr dünn gekleidet durch den Winter gehen: Keine Bitterkeit, kein Jähzorn, kein Mitleid mit mir selbst, sondern stark durch die Stürme der Welt.

Gnade soll mein Leben bestimmen, unverdiente Güte mein Herz gewinnen. Ich möchte mit den Handschuhen und Mützen des Herrns geschützt durch den Winter gehen. Durch seine Brille Menschen sehen und meine Ängste ablegen. Denn an wen kann ich mich sonst anlehnen, als an Gott? Derjenige, der mich freimacht und mit meinem Herzen lacht. Bereits einen Rettungsplan für mein Leben entfacht, bevor ich überhaupt an eine Lösung denken kann! Hoffnungsvoll und mit langsamen Schritten erwärmt, erfreut sich mein Herz auf das was kommt. Auch, wenn dies nicht sichtbar ist – innerlich passiert etwas: Die Kälte verschwindet so langsam, sie begreift, dass Enttäuschungen meist nur Phasen sind. Phasen, welche Wachstum fördern. Nehme die Einladung Gottes an, setze dich in seine Hütte und wärme dich auf. Es ist kalt – doch dieser Winter geht auch bald vorbei.

Phasen

Nur eine Phase? Nur ein kurzes Lied, bevor es in den Hintergrund verschwindet – erblindet sind all meine Glücksgefühle, ich lüge mich selbst an, wenn ich mir sage: „Es ist nur eine Phase.“ Denn im Moment tut es nur weh, dieser Schmerz ist präsent und nimmt immer mehr Raum in mir. Es heißt, dass leiden zum Leben gehört und jeder leiden wird. Wir nehmen das an, wissen dies auch. Aber wie reagieren wir, wenn uns das Leid diesmal so richtig erwischt? Was tun wir, wenn unser Glaube an uns selbst dadurch erlischt? Nicht so einfach oder? Ich befinde mich im Moment in so einer Phase, wenn ich das so sagen darf, ist eigentlich auch egal, denn Jeder definiert Leid anders. Schmerz wird individuell anders empfunden und diesen schleppe ich im Moment mit mir mit. Ich könnte weinen gleichzeitig wütend auf mich und den Schöpfer sein, weil ich allein nicht weiterkomme. Ich könnte aufgeben, nachgeben und stehen bleiben. Ich fühle mich müde, träge und schlapp innerlich. Kann es denn nicht besser werden? Wieder aufwärts gehen? Dinge verstehen möchte ich, diese Situation greifen und sie in Richtung meiner Wünsche schleifen. Aber nein so schaut’s dann doch nicht aus, und dann denke ich mir: „Ok, finde ich es doch heraus.“ Finde ich doch mal heraus, wie es ist mal anders zu dem Leid zu reagieren. Ihm eine andere Antwort als sonst zu geben.

In der Bibel gibt es einen Mann namens Paulus. Er befand sich in einer schrecklichen Phase, nämlich im Gefängnis, obwohl er unschuldig war. Doch statt Wut und Hass auszudrücken begegnete er diesem Leid mit Freude. Er ließ sich nicht von der Bitterkeit verschlingen, sondern wollte seine Zeit eher mit der Verbreitung der Liebe Gottes verbringen. Während seines Aufenthalts im Gefängnis schrieb er Briefe an seine Gemeinde und gab ihnen Weisheiten mit. Ich bin erstaunt von Paulus Einstellung in solch einer Situation. Er beweist, dass man auch anders reagieren kann. Zufriedenheit ist die gesunde Nahrung seiner Seele, alles Ungesunde schmeißt er heraus. Kostet er erst nicht, weil er weiß innerlich wird diese Nahrung ihm Schaden hinzufügen. Wie würdest du dich fühlen, wenn du zu Unrecht in das Gefängnis gehen musst? Wie würdest du reagieren? In Bitterkeit versinken? Dich an Wut und Groll binden? Dieser Vergleich ist womöglich etwas hart, doch wir brauchen diese Härte, um Stärke zu generieren. Aufwachen und zuhören. Drehe die Lautstärke deines Problems herunter und lausche der Stimme deines Verstandes, welche dir ein neues Lied vorsingen möchte: Zufriedenheit trifft auf eine neue Perspektive. Es heißt das Leben als Christ ist einfach. Jesus kümmert sich um alles und sobald ich mich für ihn entscheide werden meine Umstände sich ändern. Zum Teil ist das richtig, denn Gott gießt seine unvergängliche Liebe in mein Herz und hilft mir die Hürden des Lebens mit seiner Kraft zu überstehen. Doch es gibt auch Tage, an denen ich Gott überhaupt nicht verstehe und meine Überzeugung von einem Gott, der für immer für mich da ist, umgehe. Wochen, in denen ich zu Gott schreie in der Hoffnung, dass er mich hört. Aber auch in der Hoffnung, dass diese Phase endlich aufhört. Es vergeht Zeit und ich frage mich: „Gott hörst du mich denn überhaupt? Hast du nicht mehr als meine Ehrlichkeit und Durchhaltevermögen gebraucht?“ Ja, doch Gott möchte, dass wir ehrlich zu ihm sind und uns an ihn stützen. Jedoch sind diese Phasen sein Geschenk an uns. Ein ungewöhnliches Geschenk, doch mehr als du denkst. Durch diese Phasen im Leben verändert er uns, pustet frischen Wind in uns. Neue Erkenntnisse werden gewonnen und alte, sich negativ auf mein Wachstum auswirkende Gewohnheiten genommen. Ich entscheide mich dafür das Leid aus einer anderen Sicht zu betrachten und mir keine Sorgen mehr zu machen. Denn Leid gehört zum Leben. Es ist manchmal eine Art „Wake – Up Call“ und manchmal ein Hilfsmittel, um deine Stärke mehr hervorzubringen. Ich, stärker? Das möchte ich nicht verpassen. Ich weiß um jeden Preis, dass hinter dem Leid so viel Segen steckt – ich bleibe genau hier und laufe nicht weg. Aber eins weiß ich, diese Phase wird bald enden!

Schwäche

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Wo bist du? In den dunklen Tälern meiner Seele, suche ich dich. Vergeblich. Ja, ich frage mich: „Wie lange noch? Was denn noch, um endlich dieses tiefe Loch füllen zu können? Schwäche umhüllt mein gesamtes Herz, verzerrt und ausgelaugt – Herr ich brauche dich, verstehst du es nicht? Verloren im Labyrinth meiner Schwäche, gefangen in den Fäden meiner Unsicherheit. Verklemmt, ja ich weiß was du jetzt denkst: Setze deine Hoffnung auf mich, vertraue mir! Aber Herr, alles was ich im Moment tue ist verlieren. Nicht vorankommen, stehen bleiben und die Schwäche ist mein Wegweiser. Die Stimmen meiner Umstände werden lauter, sie bilden eine Wand gegen die Versprechungen, die du mir gibst. Und vor allem die Erkenntnis, dass du mich liebst! Aber es ist einfach so, als wäre die Härte meiner Herausforderungen mächtiger als meine Stärke. Herr, du sagst, dass deine Stärke in meiner Schwachheit lebt – fühlen tue ich dies nicht – Zweifel, Bedenken kleben innerlich an mir. Sprich zu mir! Hier und jetzt, aber bitte versteck dich nicht vor mir. Wo bist du? Siehst du das? Das ist die Kraft der Schwachheit. Sie lässt dich kleiner wirken, dich nicht merken, dass du neben deinen Schwächen auch noch Stärken hast, die dich ausmachen. Auch, wenn Gott keine Antwort schenkt, glaub mir er denkt dennoch an dich. Nur anders als du es erwartest. Vielleicht hast du den ersten Schritt gewagt und zunächst innerlich eine Antwort gesucht. Deine Seele neu kennen lernen, alte Gewohnheiten unter den Teppich kehren und die Vergangenheit wegsperren. Das ist wunderbar und für deine Augen dementsprechend auch ziemlich klar. Dennoch rührt sich nichts. Lass mich dir sagen, dass Gott genau in deiner Schwachheit stark ist. Er möchte deine Schwäche benutzen, um Gutes und Neues daraus zu schaffen. Dich aufmerksam auf ihn zu machen, das ist sein Anliegen – schau hin – auf die Möglichkeiten, die mit deiner Schwäche einhergehen. Wohl wahr, es ist ein verwirrender Ort, doch genau dort möchte Gott seine Größe beweisen. Seine Gnade ist genug, sie tut gut, denn sie lässt dich die Dinge erinnern, die Gott für dich bereits getan hat! Schau wo du jetzt in deinem Leben bist. Nicht mehr dort, wo du vor einigen Jahren warst. Du bist vorangekommen, und ich bin mir sicher, dass du so einige Hürden überstanden hast. Ich verspreche dir, diese Hürde überkommst du auch! Seine Gnade ist genug! Schwächen sind nervig, doch sie gehören zur Identität. Und ich meine zu wissen, dass Gott aus diesen Schwächen und vor allem trotz Hindernisse, einen Plan für unser Leben ausgearbeitet hat, ist doch super, oder?

Priorität

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Das Leben ist ein Kampf: umgeben von Hürden und tausenden Schlachtfeldern, welche besiegt werden müssen. Doch ausgerüstet sind wir dennoch mit den schlechtesten Waffen. Waffen, die nicht abfeuern, weil ihre Funktionalität nicht mehr besteht. Weil etwas Wichtiges dabeu verloren geht: der eigentliche Kampf. Der bedeutsame und zunächst wichtige Kampf, nämlich der Innere Kampf mit sich selbst. Ein Duell, indem du die Hauptrolle spielst. Du dir selbst deine Waffen und Gegner auswählst und dich damit entweder vollkommen quälst oder deine Erfolge nun zählst. Doch eins ist sicher: egal welchen Weg du wählst, diesen Kampf wirst und kannst du nicht umgehen. Der Kampf mit sich selbst. Ich habe für mich festgestellt, dass dieser Kampf kein Zuckerschlecken ist. Dass es innerlich an Mut und Risikobereitschaft bedarf, auch wenn die Umstände düster aussehen. Lass dich bloß nicht gehen, sondern kümmere dich um dich selbst und verblende die Außenwelt. Es ist keineswegs verkehrt sich und seine inneren Wünsche mehr in den Vordergrund zu stellen und alles andere einfach mal nebensächlich weiter laufen zu lassen. Denn so wie du dich siehst, sehen dich auch andere. Das, was du ausstrahlst, ziehst du an. Ich weiß, irgendwann kommt man an den Punkt, in dem man einfach nicht mehr kann. Und auf wen verlässt man sich dann, wenn man sich selbst immer wieder dieselbe schlechte Geschichte erzählt? Vergeben. Vergib dir selbst. Vergib dir dafür, dass du nicht an dich geglaubt hast. Dafür, dass du dir nicht mehr Zeit für dich genommen hast. Und nun mache es besser. Genau das, sage ich mir selbst. Denn mit jeder neuen Jahreszeit und jeder neuen Erfahrung, verändere ich mich innerlich. Erlebe und verstehe ich Dinge neu. Lerne Weisheiten dazu und entwickle neue Interessen. Ich möchte mich jedes Mal neu in mich verlieben, neu in das Mädchen, das an sich selbst glaubt und so viele Spuren wie es geht in der Welt hinterlässt. Doch das geht nur, wenn du lernst deine innerlichen Pflanzen regelmäßig zu gießen. Dich nicht in andere schönen Gärten zu verlieren und ihre Blumen zu bewundern, sondern dich um deine eigenen Pflanzen kümmern. Mit Geduld diese pflegen und somit neue Besonderheiten der Pflanzen, dich selbst, erkennen. Du bist wichtig.

Timeout

Schreibblockade? Stress, keine Lust oder doch einfach nur eine Pause? Es sind diese Phasen im Leben, welche mein Kopf zum Pochen bringen. Phasen, welche meine Finger nicht mehr ertragen. Meine Gedanken sind ausgelastet und schreien um Hilfe. Ich denke eine Pause zu machen ist eines der besten Entscheidungen, die man für sich selbst treffen kann. Ja auch ich habe festgestellt, dass ich dringend eine brauche. Weg vom stressigen Alltag, den Druck mal wieder etwas posten zu müssen, schreiben, nicht vergessen zu schreiben und doch auch aufm Teppich zu bleiben und fleißig in der Uni zu sein. So viel Gewicht und an mich selbst denke ich dann irgendwie doch nicht. Aber muss das sein? Tue ich meiner Inneren Welt damit einen Gefallen? Sie nicht zu pflegen und weit weg zulegen? Ich denke nicht und ich weiß so wie es im Moment ist, geht es für mich nicht weiter. Ich möchte eine Pause einlegen. Ich möchte mich wieder um mich selbst kümmern. Meine tiefsten Wünsche ausgraben und meinen Fokus neu ausrichten. Die Liste meiner Prioritäten neu durchwürfeln und ihnen wieder Kraft verleihen. Es ist so wichtig sich um die mentale Gesundheit zu kümmern. Sich selbst einfach mal zu fragen, was einem gut tut? Verliebe dich neu in dich selbst! Kein Scherz, versuch es mal. Dich selbst neu kennen zu lernen und zu entdecken was alles in dir steckt und wohin deine Reise gehen soll. Die Stimme deines Herzens hören und lieben neu lernen! Denn du kannst nur das geben bzw wiederspiegeln, was du selbst von dir denkst! Ich bin mir sicher, dass diese Pause mir sehr gut tun wird. Auch meiner Leidenschaft für das Schreiben, diese wird ganz bestimmt nicht darunter leiden, sondern eher mit neuen Erkenntnissen und Weisheiten wachsen. Neue Wege werden eingeschlagen, Herausforderungen jagen – all dies mit einem neuen frischen Wind in mir. Heißt das nun, dass ich gar nichts mehr posten werde? Ganz im Gegenteil nur sehr wenig und etwas zurückhaltend. Hier nenne ich euch nochmal detailliert vier Gründe, wieso eine Pause gut ist.

  • Frischen Wind willkommen heißen

Ich denke eine Pause dient sehr gut dazu, frischen Wind herbeizurufen. Alte Gewohnheiten einfach mal weg zu schütteln und sich auf Neues einzulassen. Für mich ist es zum Beispiel immer sehr wichtig gewesen einen Beitrag perfekt zu gestalten. Also mir davor tausend Gedanken darüber zu machen wie es am besten aussehen kann, welche Schriftart, welche Message (es muss ja schließlich viele beeindrucken, habe ich gedacht^^) und welches Layout usw. Dabei habe ich mich verrückt gemacht und mein Können unterschätzt, mich beeinflussen lassen von dem was Andere denken könnten. Nun möchte ich versuchen meine Gedanken zu reduzieren und die einzig wichtigsten Kriterien zu überdenken und ansonsten einfach zu machen. Oder auch sich frischen Wind von außen zu holen: sprich Inspirationen an Orten, die sonst vermieden wurden sind. Oder auch neue Menschen kennen lernen und Gemeinschaft genießen.

  • Die Kraft der Zeit erkennen

Die Zeit ist sehr mächtig, denn verlierst du sie verpasst du viel und wünscht dir sie zurück. Es gibt viele Momente und Möglichkeiten, die ich gerne nochmal richtig nutzen und durchleben würde, doch es ist zu spät. Ich denke, wir alle wünschen und bereuen so einiges im Leben. Aber anstatt in der Vergangenheit zu verweilen und sich zu fragen: „Wieso, weshalb, warum?“, sollte man eher im Hier und Jetzt leben. Nutze deine Zeit effektiv und produktiv. Trenne dich von bestimmten Dingen oder auch Menschen, die dich ablenken und davon abhalten voran zu kommen. Kümmere dich um das, was in deinen Augen wichtig ist und wofür du deine Zeit aufopfern möchtest. Und ja, damit sind auch die sozialen Netzwerke gemeint, denn diese stehlen sehr viel Zeit! Was ich manchmal tue, um mich wieder wach zu rütteln ist, für eine bestimmte Zeit alle sozialen Medienplattformen zu deaktivieren und diese Zeit anders zu nutzen. Glaubt mir, ihr werdet merken wie viel Zeit ihr plötzlich habt, erstaunlich! Wenn dir das zu drastisch ist, dann kannst du deine Zeit, in denen du auf sozialen Netzwerken unterwegs bist auch reduzieren. Egal welche Methode du anwendest, es wird dir guttun und vor allem deine Perspektive auf das Leben erneuern und positiv verändern.

  • Verliebe dich neu!

Damit ist kein neuer Partner gemeint, obwohl, wenn du da gerade jemanden in Sicht hast und du Single bist, dann nur zu. Traue dich, jetzt ist deine Zeit (^^). Spaß beiseite, du selbst bist gemeint. Ich meine manchmal ist es doch so, dass wir einfach in den Tag hineinleben. Unsere Tätigkeiten folgen und unsere „To do“ Liste abhacken. Aber wann hast du dich das letzte Mal gefragt, was du wirklich möchtest? Ob du deinen Träumen nachgehst oder doch einfach nur Erfolg haben möchtest? Wie schaut es in deinem Herzen aus und steckt in dir viel mehr als du im Moment siehst? Ich kann mich noch an diesen Moment erinnern, in dem ich mich neu in mich selbst verliebt habe. Endliche habe ich den Mut zusammengefasst, meinen Blog richtig mit Inhalten zu füllen und in die Öffentlichkeit damit zu gehen. Neue Ideen, neue Vorgehensweisen und Inspirationen. Mein Kopf war so sehr mit Kreativem gefüllt und dieses Feuer konnte sich nicht mehr halten, es wollte einfach nur noch raus. Und jetzt? Ja ich habe vieles gepostet und schreibe auch immer noch, dennoch fehlt Irgendetwas. Ich merke einfach, dass so ein Stress in mir lastet und ich unbedingt alles richtigmachen möchte. Aber alles perfekt zu machen funktioniert nicht und auch nur posten, um Etwas zu posten ist auch völliger Quatsch. Ich möchte wieder dieses Feuer spüren und mehr lieben was ich tue! Zeiten ändern sich, und Zeiten ändern dich und mich! Jedes Mal hast du die Chance dich neu in dich zu verlieben! Verpasse diese Chance nicht und entfache diese Liebe zu dir selbst ganz neu!

  • Die Auszeit zu genießen

Natürlich ist eine Pause auch dazu da sie zu genießen. Weg vom stressigen Alltag und hinzu Entspannung. Ich habe die Zügel meines Lebens in der Hand und kann selbst entscheiden wie ich mit bestimmten Situationen umgehe. Eine Pause hilft mir einfach mal gelassener mit allem umzugehen, meine Gedanken mit neuen inspirierenden Büchern statt den Facebook oder Instagram feed, zu massieren. Raus zu gehen, einen Spaziergang zu tätigen oder auch eine Reihe von motivierenden Podcasts zu hören, ich möchte diese Pause auf meine Art und Weise genießen. Du selbst weißt, was du brauchst, um deine Seele zu entspannen. Höre ihr zu und folge ihrer Stimme. Genieße deine Auszeit so gut wie es geht und komme mit einem neuen brennenden Feuer in dir wieder. Erholt und verändert zugleich.

Ich freue mich auf eine neue Petra und vor allem auf die neue Season mit euch!